Das Frühstücksei ist fertig.
Schön rund, perfekt gekocht, ein Meisterwerk der Natur. Ob es aus Käfig-, Freiland- oder Biohaltung stammt? Egal ... Hauptsache, das Eigelb ist nicht zu fest.
Das Huhn, das es gelegt hat? Ach ja. Da war doch noch was.
Es hat sein Leben für ein paar Cent pro Ei im Käfig verbracht – aber immerhin - das Ei war lecker. Hauptsache.
Und das Huhn? Nun ja, es war ja nur ein Huhn.
Passend dazu auf meinem Blog:

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Monika (Sonntag, 23 November 2025 21:49)
Liebe Elke, genau darum habe ich die Sache selbst in die Hand genommen und halte seit Corona zwerghühner im großen Hühnerstall mit bodentiefen Fenstern und ganztägigem Auslauf. Dank gutem Futter, viel Grün, Äpfel, Wurzelgemüse, usw. schmecken die Eier köstlich. Mittlerweile legen meine 10 coronahühner nicht mehr, dafür versorgen uns nun unsere 5 nachwuchshennen ausreichend. Jung und Alt dürfen bei uns leben, bis sie umfallen, denn neben der Eier ist auch ihr Mist Gold wert. Durch Kompostierung haben wir im Frühjahr für unsere Hochbeete reichlich humus, um uns selbst mit frischem Gemüse zu versorgen. Ein echter Kreislauf, durch glückliche Hühner entstanden.
Elke Schulenburg (Dienstag, 25 November 2025 20:32)
Monika, genau so sieht Verantwortung für Tiere aus: Tun statt reden. Handeln. Machen. Dein Stall ist ein echter Kreislauf – Tiere, Garten, Futter, Boden, alles greift sinnvoll ineinander. Dass man den Unterschied schmeckt, überrascht mich nicht. Viel wichtiger ist, wie die Tiere sich verhalten. Wer einmal gesehen hat, wie entspannt Hühner leben können, erkennt sehr schnell, was im Handel schiefläuft.
Glückliche Hühner machen keine Schlagzeilen. Sie legen Eier, liefern Mist und halten den Boden lebendig. So simpel – und trotzdem weit weg von dem, was die meisten Verbraucher gewohnt sind. Nur wenn wir bei den katastrophalen Haltungsbedingungen der Großbetriebe nicht mitspielen, wird sich daran etwas ändern.
Und falls du vergleichen magst: In meinem Beitrag „Warum sind Eier eigentlich gestempelt?“ sieht man meine kleine Zwerghuhnbande. Genau solche Einblicke verändern den Blick auf ein Ei – und auf das Huhn dahinter. Meine Hennen sind inzwischen fast fünf Jahre alt und rennen immer noch munter durch den Garten. Ich freue mich wirklich, dass du auch so glückliche Hühner bei dir hast.
Liebe Grüße
Elke