Heute habe ich ein aromatisches Hirsebrot für euch, das mit seinem einfachen, aber vollmundigen Geschmack überzeugt. Für dieses Rezept verwende ich frisch gemahlenes Hirsemehl – ihr könnt es einfach selbst mahlen, in einer Getreidemühle, dem Thermomix oder einem anderen Hochleistungsmixer, oder auf fertiges Hirsemehl zurückgreifen.
Da die leicht herbe Note der Hirse wunderbar mit süßen Aromen harmoniert, habe ich fein gemahlene, süßliche Erdmandeln hinzugefügt. So entsteht ein weiteres köstliches Einmehl-Brot, ähnlich wie das Heidjer Buchweizenbrot oder das Reis & Floh.
Dank der Flohsamenschalen bleibt es lange frisch und steckt voller wertvoller Ballaststoffe – ein echtes Kraftpaket aus eurer eigenen Backstube
Zutaten
- 250 g Hirsemehl (Goldhirse)
- 50 g Erdmandel, fein gemahlen
- 10 g Salz
- 10 g Zucker oder 1 TL Honig
- 15 g frische Hefe oder 5 g Trockenhefe
- 20 g Flohsamenschalen
- 320 g warmes Wasser
- 1 EL Apfelessig
So geht´s
- Vermenge die trockenen Zutaten mit der klein gebröckelten Hefe in einer Schüssel.
- Füge dann das Wasser hinzu und rühre es mit einem Schneebesen kräftig durch.
- Den Teig abgedeckt etwa 1 Stunde ruhen lassen
- Backform dünn einfetten und mit Mehl ausstäuben.
- Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und mit sanften Bewegungen kurz durchkneten.
- Anschließend länglich formen, sodass er in die Backform passt.
- Die gewünschten Körner auf die Arbeitsfläche oder einen Teller geben und den Teigling darin wälzen. Andrücken.
- Alternativ könnt ihr den Teigling direkt in die mit Körnern ausgestreute Form legen und von oben bestreuen.
- In die Form legen und abgedeckt rund 15 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
Diese zweite Teigruhe ist bewusst kurz gehalten – so bleibt die Krume wunderbar locker, ohne dass das Brot beim Backen einsinkt.
- In der Zwischenzeit den Backofen auf 220 Grad vorheizen.
-
🔸 Temperatur auf 190 °C reduzieren und 60 Minuten backen
- Das Brot aus der Form stürzen und auf einem Gitterrost vollständig auskühlen lassen.
Kreativ-Tipps
- Statt Goldhirse eignet sich auch Sorghum-Hirse.
- Die Kerne für die Kruste lassen sich beliebig austauschen, und für mehr Biss könnt ihr Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mohn, Sesam oder Leinsamen direkt in den Teig geben.
- Falls ihr die fein gemahlenen Erdmandeln ersetzen möchtet, probiert es mit Tapiokastärke, einem Nussmehl oder verwendet einfach 300 g Hirsemehl - die Wassermenge muss dabei entsprechend angepasst werden.
- Für eine besondere Note könnt ihr statt Wasser einen kräftigen Tee verwenden.
- Wer es süß mag, gibt 1–2 klein geschnittene Datteln in den Teig.
- Und mit Brotgewürzen, Zimt oder anderen Gewürzen lassen sich immer wieder neue Aromen entdecken.
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Elke Schulenburg (Donnerstag, 06 November 2025 16:37)
Hallo Heike,
ich freue mich sehr, dass das Rezept so gut in dein Konzept passt. Mit deinen erlaubten Mehlsorten ist die Auswahl zwar etwas eingeschränkt, aber immer noch vielseitig genug für richtig gute Brote.
Hast du schon meinen Artikel über Maniok und Tapioka gesehen? Und den über Anti-Nährstoffe?
Wenn du deine fünf Zutaten kombinierst, bekommst du eine gute Basis für eigene Brotexperimente. Ergänzen kannst du sie noch durch Flohsamenschalen und helles Reismehl – beides ist glutenfrei und praktisch lektinfrei. Auch Kastanienmehl passt gut dazu, und Teffmehl wird in der Regel ebenfalls gut vertragen.
Mit Kastanienmehl findest du hier im Blog übrigens ein tolles Knäckebrot-Rezept – die Speisestärke darin kannst du einfach durch Tapioka ersetzen.
Mit deiner Experimentierfreude und deinem Gespür fürs Backen wirst du sicher noch viele eigene Rezepte entwickeln.
Liebe Grüße und viel Freude und Erfolg beim glutenfreien Backen
Elke
Heike (Donnerstag, 06 November 2025 12:27)
Vielen Dank für das tolle Rezept. Da ich mich zur Zeit lektinfrei ernähre, passt es wunderbar in das Konzept.
Hast Du damit auch Erfahrungen?
Erlaubt sind nur Maniok, Hirse, Sorghum-Hirse, Tapioka, Xanthan.
Liebe Grüße